VSV Wenden - RW Lüdenscheid 2:4 (0:3)
Total daneben ging heute die erhoffte Wende gegen Lüdenscheid.
Sie ging sogar so daneben, dass Trainer Werner Schumacher in der Pressekonferenz seinen sofortigen Rücktritt verkündete. Er hatte sich kurz vorher in der Kabine von seiner Mannschaft verabschiedet und dem Vorstand seine Entscheidung mitgeteilt.
Nach der gewohnt treffenden Analyse zum Spiel nannte Werner die Gründe, die ihn dazu bewegt haben, das Traineramt niederzulegen:
„Ich habe immer versucht, die Mannschaft so auf den nächsten Gegner einzustellen wie es eben möglich ist. Die Mannschaft ist mir in dieser Hinsicht nicht so gefolgt, obwohl ich nach wie vor ihr großes Pensum von der Moral her bescheinigen muss, aber auch heute war zu sehen - sicherlich durch mancherlei Ausfälle durch Krankheit aber durch wochenlanges Wegbleiben auch vom Training - ist der Zustand nicht so, wie er jetzt im Abstiegskampf sein müsste. […] Ich glaube, dass die Zeit jetzt gekommen ist und die Situation habe ich besprochen. Ich bin sicherlich als Retter geholt worden und das habe ich im ersten Jahr geschafft, nur im Moment sehe ich keine große Möglichkeit dafür, dass die Mannschaft so auf meine Linie zurückkehrt, wie ich es haben möchte. Von daher kommen sicher auch einige Nörgeleien auf. Was ich aber seit einem Jahr fordere ist, dass ich die Jugendspieler haben muss, um zu retten, was zu retten ist.
Das ist bis heute nicht geschehen und aus dem Grunde habe ich mich gerade von der Mannschaft verabschiedet.“
Dem Vorstand des VSV blieb im Anschluss nichts anderes übrig, als die Entscheidung von Werner Schumacher zu akzeptieren und sich für die geleistete Arbeit in der Zeit beim VSV Wenden zu bedanken.
Wie es jetzt weitergeht ist noch nicht klar. Zwar stand mit Uwe Neuser bereits der Nachfolger für die kommende Saison fest und Uwe ist natürlich jetzt auch der erste Ansprechpartner, Gespräche müssen trotzdem in den nächsten Tage erst geführt werden.
Zum heutigen Spiel:
RWL war von Anfang an die aggressivere Mannschaft, bereits in der
9. Spielminute musste Andi Klein einen Kopfball mit den Fingerspitzen an die Latte lenken.
Der VSV hatte allerdings in der 22. Minute die Riesengranatensuperchance zur Führung. Rabi machte nach einer Flanke von links den Anfang und zwang den Torwart zu einer super Parade, im Anschluss probierte die halbe VSV-Elf vergeblich, den Ball im Chaos über die Linie zu bringen.
Nur eine Minute später rappelte es auf der Gegenseite. Nach einem Eckball „stieg“ der kleinste Gästeakteur hoch zum Kopfball und konnte unbehelligt zum 0:1 einnicken. Toll.
Nicht viel später schaute die VSV-Hintermannschaft wieder fasziniert beim Kopfballspiel zu und es hieß 0:2 (35.), dass 0:3 in der 39. Minute konnte nur haarscharf vermieden bzw. verschoben werden: Minute 41: 0:3 ins lange Eck.
Nach dem Wideranpfiff sahen die Zuschauer in Schönau eine etwas bessere VSV-Elf, die wenigstens probierte, dem Gegner etwas entgegen zu setzen.
So fiel auch schnell das 1:3 durch Julian Eckhardt, der eine Direktabnahme aus 17 Metern unten links im Tor unterbringen konnte.
Der eingewechselte Lars Blank scheiterte in der 56. Minute aus der gleichen Entfernung, zehn Minuten später probierte es Martin Klein vom 16er und zielte ebenfalls nur knapp am Pfosten vorbei.
Alles nichts wert: 1:4 in der 65. Minute.
Noch war Zeit und unsere Mannschaft zeigte zumindest, dass sie noch irgendwie wollte. Direkt nach dem Wideranpfiff knallte Matthias Lönze das Leder ans Lattenkreuz.
In der 67. Minute bekam der gegnerische Torwart die Schuhe gebunden.
In der 74. Minute fiel wenigstens noch das 2:4, nach einem Kopfball von Thomas Wurm tanzte der Ball auf der Linie und Lars Blank musste nur noch vollenden.
Nach der heutigen Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten wird die Luft verdammt dünn. Zwei Punkte fehlen nun auf einen Nichtabstiegsplatz.
Am kommenden Wochenende kommt es zum immens wichtigen Derby gegen den Tabellenletzten aus Otfingen.
Anstoß ist am Sonntag um 15 Uhr auf dem Sportplatz in Otfingen.

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