VSV Wenden - Ostentrop 6:0 (4:0)
Wenden besiegt Ostentrop 6:0 / Karin Briel hält VSV-Kasten sauber
Schönau. Der VSV fand von der ersten Minute an gut ins Spiel und wusste die Ostentroper Abwehr oft durcheinander zu bringen. Schon nach etwa 7 Minuten konnte Kerstin Stursberg, die heute noch ein sehr gutes Spiel machen sollte, mit einem schönen Fernschuss die 1:0 Führung für ihre Damen erzielen, und kam damit zu ihrem 4. Saisontor.
Das defensive Mittelfeld der Wendener Frauen stand diesmal defensiv richtig und auch Schwächen in der Abwehr waren nur selten zu beobachten. Kathrin Grebe, heute ähnlich stark wie letzte Woche gegen Hützemert, schaffte mit guten Einzelaktionen, die Treffer 2 und 3 für den VSV. Seltene Konter der Gäste konnten meist spätestens in der Abwehr abgefangen werden. Die kopfballstarke Katrin Kühr ging „bissig“ in die Zweikämpfe und kam somit zu einer äußerst guten und fairen Zweikampbilanz. Auch Maria Stursberg konnte mit guten Einsätzen die Gefahr von den schnellen Ostentroper Stürmerinnen fast immer bändigen.
Ein angebliches Foulspiel, bei dem sich darüber streiten lässt, ob man es als solches bezeichnen kann, wurde mit einer gelben Karte für Katharina Weiß bestraft.
In der 30. Spielminute dann eine schauspielerische Glanzleistung der Ostentroper Stürmerin. Was alle als freiwilligen „Bauchklatscher“ der Ostentroper Stürmerin im VSV Strafraum sahen, sah der Schiedsrichter anders: Elfmeter. Ausgleichende Gerechtigkeit nennt man das wohl, was sie dann rechts neben das Tor semmelte.
Diese zwei Vorkomnisse waren aber nicht weiter störend für den Spielfluss der VSV Damen. Im Gegenteil, Torschuss Kathrin Grebe, die gegnerische Torfrau kann nur abprallen lassen, und das direkt vor die Füße von Michaela Ohm. Mit diesem 4-0 gingen die Frauen auch in die Pause.
Die zweite Halbzeit begann mit einem Tor von Michaela Ohm, die auf 5:0 erhöhte. Die Damen von RW Ostentrop wurden danach etwas offensiver und konnten sich ab und zu auch zu Torschüssen durchkämpfen. Lange steile Pässe allerdings sollten alle von der sicheren Karin Briel, die endlich mal wieder im Wendener Tor zu sehen war, abgefangen werden. Eine gute Möglichkeit zum Anschlusstreffer ergab sich noch mal als Libero Iris Hennecke hinten den Ball verlor und dabei keine wirklich gute Figur machte. Doch auch dieser Schuss ging daneben.
Irgendwie war das wohl das Zeichen für den VSV Wenden noch mal richtig Gas zugeben. Eine Abwehr der Gäste war kaum noch vorhanden, und das nutzen die offensiven Wendener Ladies voll aus: Kerstin Stursberg, immer wieder überzeugend in Doppelpässen mit Karin Schulte oder Melanie Zeppenfeld, brachte, nachdem sie sich öfter an der Linie gegen 1-2 Gegner durchsetzen konnte, wundervolle Flanken in den Strafraum. Das Spiel war nun richtig schön anzusehen. Nach einem Foul im Sechzehner der Ostentroper, bei dem Michaela Ohm „gelegt“ wurde, ballerte sie den fälligen Elfmeter mal eben ganz lässig unters Lattenkreuz und direkt hinter die Linie. Die 6:0 Führung für den VSV war besiegelt. Die Frage wie man einen Ball aus 4m Entfernung noch übers Tor schiessen kann, kann allerdings auch nur sie heute beantworten.
Die Einwechslung von Christin Schuchert (75. Min. für Sonja Grebe) brachte noch einmal frischen Wind, aber kein weiteres Tor mehr. Weitere verdiente drei Punkte für die VSV Damen! Die Erfolgssträhne sollte unbedingt mitgenommen werden zum Nachholspiel und Lokalderby am kommenden Samstag um 16 Uhr in Hünsborn.
VSV WENDEN: Karin Briel, Iris Hennecke, Katrin Kühr, Maria Stursberg, Michaela Ohm Katharina Weiß, Kerstin Stursberg, Sonja Grebe (75. Min. Christin Schuchert), Karin Schulte, Kathrin Grebe, Melanie Zeppenfeld
TORE: 1:0 Kerstin Stursberg, 2:0,3:0 Kathrin Grebe, 4:0,5:0,6:0 Michaela Ohm