Trainer Patrick Hartlieb zum Spiel: „Am Ende des Spiels hieß es 2:2 – Punkteteilung. Aus unserer Sicht ist dieses Ergebnis zu wenig. Wir hatten uns für das Spiel einiges vorgenommen und wollten unbedingt den Dreier mit nach Wenden nehmen. Das Spiel passte zunächst zum schlechten Wetter. Beide Mannschaften hatten über weite Strecken nur wenige klare Torchancen. Ein wirklicher Spielfluss wollte auf beiden Seiten nicht entstehen. Viele ungenaue Entscheidungen, Fehlpässe und einige unnötige Ballverluste prägten das Spiel. So plätscherte die Partie zunächst vor sich hin. Nach einem guten ersten Konter konnte sich Johannes Stahl im Strafraum stark durchsetzen und wurde zu Fall gebracht. Der Pfiff des Schiedsrichters blieb jedoch aus. Auch taktische Fouls wurden an diesem Tag auf beiden Seiten teilweise nicht konsequent geahndet. Beim 1:0 für Hünsborn machten wir es dem Gegner dann allerdings selbst zu einfach. Nach einem guten offensiven Pass aus der hinteren Reihe konnten wir den Ball vorne nicht festmachen. Hünsborn schaltete schnell um, wir kamen nicht konsequent in den Zweikampf und die Heimmannschaft nutzte die Situation eiskalt aus. Nach dem 1:0 änderte sich am Spiel zunächst wenig. Nach einigen Minuten konnten wir uns dann über die rechte Seite gut durchsetzen. Der erste Versuch wurde noch unterbunden, im zweiten Anlauf brachte Nico Schulte den Ball mit einer guten Flanke auf den zweiten Pfosten. Jasper machte den Ball dort noch einmal scharf und Johannes Stahl musste nur noch einlaufen und den Ball über die Linie drücken. 1:1 – und damit ging es in die Halbzeitpause. In der zweiten Halbzeit kamen wir besser aus der Kabine. Eine leichte Spielübernahme wurde sichtbar und wir konnten den Gegner zunehmend unter Druck setzen. Dann folgte ein hervorragend ausgeführter Freistoß von Dominic Kruse aus rund 22 Metern. Der Hünsborner Torhüter konnte den Ball nur nach vorne abklatschen lassen. Sven Hinze war aufmerksam nachgelaufen und hatte keine Mühe, den Ball zur 2:1-Führung in die Ecke zu schieben. Leider gaben wir die Kontrolle über das Spiel danach wieder etwas aus der Hand. Hünsborn übernahm zunehmend das Geschehen und setzte uns unter Druck. Kurz nach unserer Führung köpfte Johannes Stahl eine gute Hereingabe ins Tor. Der Treffer wurde wegen Abseits aberkannt – aus unserer Sicht eine Fehlentscheidung. Trotzdem müssen wir den Blick vor allem auf uns selbst richten. Wir gerieten immer wieder unter Druck und trafen mit dem Ball teilweise die falschen Entscheidungen. Nach rund 70 Minuten bekamen wir den Ball nicht konsequent geklärt. Statt die Situation sauber zu lösen, spielten wir einen flachen Ball ins Zentrum, der abgefangen wurde. Hünsborn nutzte diesen Fehler erneut konsequent aus und erzielte den Ausgleich zum 2:2. In der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch die Möglichkeit, über Konter für die Entscheidung zu sorgen. Diese Situationen wurden jedoch auf beiden Seiten nicht konsequent genug ausgespielt. Somit stand am Ende ein 2:2 auf der Anzeigetafel. Unterm Strich müssen wir sagen: Da war heute mehr drin. Wir haben phasenweise gezeigt, dass wir das Spiel kontrollieren können. Gleichzeitig haben wir uns durch eigene Fehler immer wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht. Genau das ist unser Lehrgeld, das wir aktuell noch bezahlen. Entscheidend ist aber, dass wir daraus lernen. Wir müssen in den entscheidenden Situationen ruhiger, konsequenter und klarer agieren – denn solche Spiele werden am Ende nicht durch die großen Dinge entschieden, sondern durch die kleinen Fehler. Weiter geht’s. Köpfe hoch, daraus lernen und im nächsten Spiel besser machen.“
